Modelleisenbahn

Am Beginn möchte ich so etwas ähnliches wie einen "Geschichtlichen Hintergrund" stellen.

Als Kinder (das war Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, ja Jahrtausends - klingt fürchterlich, so alt bin ich doch noch nicht!!) bekamen wir - mein Bruder und ich - eine Märklin Eisenbahn, die jahrelang als Teppichanlage in den Wintermonaten in Betrieb war, und auch entsprechend ergänzt wurde. Mitte der 60 erfuhr die inzwischen mit zusätzlichen Weichen, Doppelkreuzungsweichen, Signalen, Häusern und allerlei anderem Zubehör entsprechend aufgerüstete Anlage die "Erhebung" in den Stand einer festmontierten, jedoch immer noch auf- bzw abbaubaren Plattenanlage, die allerdings weiterhin nur in den Wintermonaten in Betrieb war, in der restlichen Zeit im Keller, gut verpackt auf die nächste Aufstellung wartete. In einem dieser Sommer ereilte die gelagerte Anlage ein Wasserrohrbruch, wodurch der Komplettabbau erforderlich war. Davon erholte sich die Anlage nie mehr, und blieb die nächsten ca 15 Jahre unbehelligt in einem Schrank liegen.

Ca. 1984 begann ich dann eine neue Anlage unter Einbeziehung möglichst vieler "alter" Teile zu planen. Dem mit großer Begeisterung erfolgten Neustart erfolgte 1986 durch die mit noch größerer Begeisterung und Freude erlebten Ankunft meines Sohnes der "sudden death" des sog. Eisenbahnzimmers durch Umwandlung in ein Kinderzimmer.

Die nächsten ca. 20 Jahre wurden unter anderem durch Hausbau (-diesmal ein echtes- nicht von Faller), Wohnortswechsel mit allem damit zusammenhängenden vor allem gesellschaftlichen Veränderungen eisenbahnlos verbracht.

Nun, mit der Aussicht auf baldige (in ca. 15-20 Jahren) Pension, grub ich um 2002 die Idee der Modelleisenbahn und damit auch die immer noch vorhandenen Teile wieder aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde das in den Grundzügen schon 1984 entwickelte Schienenlayout an die neuen Verhältnisse angepasst, und ein entsprechendes Steuerungskonzept auf Basis von Blockstrecken und eines eigenen Steuerungsprozessors entwickelt. Die Fahrstrecken wurden unter Berücksichtigung der erforderlichen Versorgungskreistrennungen, Blockbelegtmeldungen usw. in den folgenden Jahren aufgebaut. Dabei erwies sich sofort, daß ein Zusammenspiel des uralten, teilweise noch mit Mittelschiene versehenen Schienenmaterials nicht einmal unter Berücksichtigung musealer Argumente mit modernen z.B, C-Schienen möglich war. Damit war die rigorose Umstellung auf K-Material beschlossene Sache. Der Weiterbau erlitt durch eine erforderliche berufliche Neuorientierung eine weitere Verzögerung bis 2006. 

Soweit die Geschichte.